Turm
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Klinik Hohe Mark
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Die Erde ist erfüllt ...

... von der Herrlichkeit Gottes. Bilderausstellung von Renée Großmann.

Reitendes Mädchen - Freiheit. Die Hufe fliegen nur so über das Meeresufer. Schöner kann Freiheit nicht aussehen.

Baum am Wasser. Mein Lieblingsmotiv – nach Psalm 1: Wie ein Baum gepflanzt an Wasserbächen.

Pril bei Sonnenuntergang. Der himmlische Künstler hat nicht mit Farben gespart

Seit dem 3. September 2010 ist eine neue Ausstellung in den Räumen der Klinik zu sehen. Die Künstlerin stellt sich vor, und erläutert dabei den Titel der Bilder-Präsentation mit sehr persönlichen Worten:

Renée Großmann

Ich bin Renée Großmann, 48 Jahre, verheiratet, 3 Kinder. Seit ich einen Stift halten kann, male ich. Meine erste prägende Erfahrung hatte ich mit fünf Jahren, als meine Eltern mir ein Buntstift-Mäppchen mit einem erika-farbenem Stift schenkten. Die Farbe erkenne ich auf Anhieb wieder und mag sie heute noch.
 
Malen in der Schule

In der Schule fand ich den Kunstunterricht meistens langweilig und ging lieber eigenen Ideen nach. Die Lehrer ließen oft Gnade vor Recht ergehen und ich "kassierte" trotzdem meine Eins. Ein Lehrer war der Meinung, ich müsse wie alle anderen etwas zum Thema abliefern, was ich jedoch nicht tat. Als Ergebnis prangte eine fette 5 in meinem Zeugnis. Vor diesem Lehrer hatte ich zum ersten Mal Respekt, weil er tat was er sagte. Außerdem fand ich die Note in meinem Lieblingsfach ärgerlich, weil sie durch eigene Dummheit verursacht war. 
 
Malen nur noch im Privaten

Zu Hause galt Kunst als wenig einträglich und die Idee, davon leben zu wollen als so absurd, dass ich niemals darüber sprach. Mein Vater suchte mir eine Lehrstelle nach der Schule und das Malen fand nur noch im Privaten statt ....

So blieb es mehr oder weniger während die Kinder klein waren. Hin und wieder bemalte ich ein T-Shirt oder malte ein kleines Bild. Eines Tages sprach mein Mann davon, dass ich Bilder ausstellen solle, aber ich fand mich zu dilettantisch und ihn zu subjektiv.
 
Malen in der Klinik

Es vergingen einige Jahre .Dann bekam ich eine schwere Depression. Ich wurde in der "Klinik Hohe Mark" behandelt. Dort begann die Malerei mein Kommunikationsmittel zu werden. Ich begann mit Pastell-Kreide zu malen, weil mir die Leuchtkraft der Farbe sehr gefiel.
 
Ein schwerer Schub

Eine erneute Krise trat auf, als mich ein sehr schwerer MS-Schub heimsuchte. Meine Hände konnten keinen Stift halten und ich sah noch etwa 5%. Das ist das Aus, dachte ich. Ich suchte Hilfe im Glauben und betete zu Jesus, dass er mich wieder sehend macht Nach etwa einem halben Jahr betrug meine Sehfähigkeit 10%. Während des Gebetes hörte ich, ich solle wieder mit dem Malen beginnen. Ich antwortete: "Das kann nicht Dein Ernst sein! Dabei kann nichts Vernünftiges herauskommen!". Schweigen. Das Drängen aber blieb. "Also gut, auf Deine Verantwortung!"

Eine spannende Reise nach Hause
 
Anfangs sah ich nur auf kurze Distanz etwas. Mein erstes "Werk" wurde jedoch allgemein gelobt, was mich motivierte weiter zu malen. Ich begann, meinen Stil zu verändern. Was ich zuvor nicht gewagt hätte, nämlich die Farbe eine größere Rolle spielen zu lassen, war mir jetzt eine Hilfe. Auf dem Weg mit der Darstellung der reinen Farbe, die ungeheure Vielfalt der Schöpfung Gottes abzubilden, hat die Sehbehinderung mich nicht aufgehalten sondern weiter gebracht. Um an den Punkt zu kommen, dies zu erkennen, musste ich mitten durch die Hölle. Heute nehme ich mit Erstaunen wahr, dass Er mich nicht fallen gelassen hat und mich mehr liebt, als ich es verdient habe.
 
Für mich ist es der Beginn einer spannenden Reise nach Hause.

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Taunus im Winter





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