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Klinik Hohe Mark
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Krone, Brot und Rosen

Präsentation der Wanderausstellung Elisabeth von Thüringen der evangelischen Kirchen und diakonischen Werke Hessens vom 6. bis zum 28. August 2008 im Kirchsaal der Klinik Hohe Mark.

Festvortrag als Höhepunkt

Höhepunkt der Ausstellung war am 12. August 2008 der Festvortrag:

Krone, Brot und Rosen!
Eine Einführung in Lebenswerk und Wirkung von Elisabeth von Thüringen

Referent: Dr. Jürgen Römer, Geschäftsführer „Elisabethjahr 2007 der evangelischen Kirchen und Diakonischen Werke in Hessen“, Kassel.

Dr. Römer nahm in seinem Vortrag auch auf zeitgeschichtliche Dokumente zur Situation psychisch kranker Menschen im 13. Jahrhundert Bezug:

Aus den Wunderprotokollen

"Die Texte nennen die psychisch Erkrankten in der Regel "furiosi", also Rasende. Und so ähneln sich in einigen Fällen auch die Beschreibungen der Fälle. Da wäre zunächst die 20- jährige Adelheid. Sie gab unter Eid an, zwei Jahre lang immer wieder rasend und wahnsinnig bei Tag und Nacht durch die Dörfer, Felder und Wälder gerannt zu sein, wobei sie sich in Gegenwart anderer Menschen die Kleider zerrissen und ihren nackten Körper gezeigt habe.

Dann hätten ihre Mutter und ihre Verwandten Elisabeth im Gebet angerufen und die Kranke im Juni 1232 nach Marburg an ihr Grab gebracht. Zunächst habe dies keine Erfolge gezeitigt, doch im September sei sie nach Einnahme der Hostie vom Grab der Landgräfin gesund geworden. Fünf Männer und eine Frau bestätigten diese Aussage ebenfalls unter Eid."

Ausblick: Das Antlitz Gottes im Pflegenden

In einer Schlussbetrachtung kommt der Referent auf einen wesentlichen Punkt des Wirkens von Elisabeth - mit hoher Aktualität- in der heutigen Zeit zu sprechen:

"Zum Abschluss will ich versuchen, einige in die Zukunft gewandte Impulse aufzuzeigen, die aus der Beschäftigung mit Elisabeth von Thüringen für uns entstehen können. Erwarten Sie keine sozialpolitischen Handlungsanweisungen, sondern Ideen, Gedanken und - um einen etwas strapazierten Begriff zu benutzen - Werte.

Elisabeth kann nicht 1:1 als Vorbild der Diakonie dienen, wie im Rahmen des Jubiläumsjahres immer wieder angeführt wird. Ich möchte mich darin meinem Kasseler Bischof Martin Hein anschließen, der im Oktober 2006 in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Kirchenpräsident Steinacker darauf hinwies, es könne sicher nicht Sinn eines vom Evangelium geprägten Lebens sein, mit 24 Jahren an Auszehrung und Entkräftung zu sterben.

Elisabeth kann uns aber sehr wohl daran erinnern, dass das Gesicht unseres zu pflegenden oder zu betreuenden Gegenübers das Antlitz Gottes ist. In Zeiten zunehmender ökonomischer Zwänge auf dem Pflege- und Gesundheitssektor gibt dies dem Patienten seine oftmals gefährdete Würde zurück. Die Besinnung auf spezifisch christliche Grundlagen moderner Diakonie ist in der Konkurrenz mit anderen, nicht kirchlichen Anbietern zudem ein nicht zu unterschätzendes Argument.

Den vollständigen Vortrag finden Sie - mit besten Dank an den Verfasser Dr. Jürgen Römer - hier: ->

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