Seelsorge und Gottesdienste
Seelsorge
Ein besonderes Merkmal unserer Klinik ist ihre überkonfessionell christliche Ausrichtung. Diese äußert sich vor allem in der persönlichen Wertschätzung und Offenheit, die unsere Mitarbeitenden aufgrund ihrer Glaubenseinstellung den Menschen entgegenbringen. Es gibt aber auch ein vielgestaltiges, durch die Klinikseelsorge koordiniertes Angebot an Veranstaltungen und Seelsorge, das bei Interesse wahrgenommen werden kann. Dies sind vor allem:
- Gottesdienste
- Gesprächsgruppen zu Lebens- und Glaubensfragen
- Einzelseelsorge
- Andachten
Angebote und Konzept der Seelsorge
Hier können Sie eine ausführliche Beschreibung der Seelsorgeangebote in der Klinik sowie die Konzeption unserer Seelsorge als PDF-Datei herunterladen (benötigt den kostenlosen Adobe Reader).
Menschenfreundliche Seelsorge
Friedhelm Grund, Leiter der Seelsorge, im Interview (Quelle: Berufen & Gesandt, Tabor 2006): Hier-> "Menschenfreundliche Seelsorge"
Leben zwischen Licht und Schatten
Klinikseelsorger Friedhelm Grund beschreibt einen typischen Arbeitstag. Dieser ist geprägt von tiefen Begegnungen mit Menschen:
Heute ist ein schöner Tag. Die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite, nicht das erste Mal in diesem Jahr. Ich gehe durch den Park, genieße die Wärme und freue mich an dem satten Grün und der leuchtenden Blumenpracht um mich herum.
Nach wenigen Metern erreiche ich das Haus Feldberg.
Das helfende Wort
Auf der Treppe sitzt ein junger Mann. Er starrt regungslos vor sich hin. Ich grüße ihn, aber er reagiert nicht. Ich gehe die Treppe hinauf und stehe im Foyer des Feldberghauses. Eine Frau wischt sich die Tränen von den Augen. Als sie mich sieht, schaut sie verschämt zur Seite. Mein Blick fällt auf den Wandteppich gegenüber. „Heile du mich, Herr, so werde ich heil, hilf du mir, so ist mir geholfen“ (Die Bibel, Altes Testament, Jeremia. 17,14), lese ich an der Wand. Ob der Mann mit dem teilnahmslosen Blick, die Frau mit den feuchten Augen mit Gottes Hilfe rechnen?
Licht bricht in die Dunkelheit
Als Klinikseelsorger stehe ich immer zwischen Licht und Schatten. Manchmal will die Dunkelheit nicht weichen. Patienten berichten von Hoffnungslosigkeit und Zweifel, von Versagen und Rückschlägen. Dann sitze ich einfach da, höre zu, leide mit und klage gemeinsam mit den Patienten Gott die Not. Und doch passiert es immer wieder, dass Licht die Dunkelheit vertreibt. Nicht immer gleich, nicht immer spektakulär, aber doch so, dass ich spüre: „Aus der Höhe kommt sein Licht zu uns. Dieses Licht wird allen Menschen leuchten, die in Nacht und Todesfurcht leben“ (Lukasevangelium im Neuen Testament, Kapitel 1, Verse 78 und 79).
In meinem Büro hängt ein Bild, das mir eine Patientin geschenkt hat. Sie hat es während ihres Aufenthaltes in der Klinik gemalt. Ein Feld voller Sonnenblumen.
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