Ausgebrannt?
Um betroffenen Menschen nach allen Regeln der Kunst und nach aktuellem medizinischen Standard helfen zu können, steht am Anfang einer Behandlung die Feststellung einer zutreffenden Diagnose durch einen Arzt, bzw. Facharzt.
Hierfür wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die sogenannte "Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitspro- bleme" (ICD-10) erstellt und im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit ins Deutsche übertragen.
Die folgende Beschreibung ist eine allgemeinverständliche, gekürzte Fassung auf Grundlage der ICD-10.
Ausgebranntsein - Burnout
Diese Diagnose wird in der ICD-10 recht allgemein unter der Überschrift "Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung" geführt.
Emotionale Erschöpfung
Gemeint ist beim Burnout (to burn out: „ausbrennen“) ein Zustand chronischer, starker emotionaler Erschöpfung mit verminderter Leistungsfähigkeit.
Dies wird als Endzustand einer Entwicklung (berufliche und/oder persönlich) bezeichnet, die mit großem Engagement beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Enttäuschungen und Gleichgültigkeit, psychosomatischen Erkrankungen und Depressionen oder Aggressivität bis hin zu einer erhöhten Suchtgefährdung führen kann.
Psychotherapie
Patienten mit Burnout-Syndrom benötigen professionelle Hilfe. Zwar kann in der Anfangsphase noch eine ausgedehnte Erholung, z. B. eine Kur oder ein Arbeitsplatzwechsel helfen, aber im fortgeschrittenen Stadium vergeht ein Burnout-Syndrom nicht einfach wieder.
Die Betroffenen benötigen diese therapeutische Hilfe, um die eigene Leistungsfähigkeit besser einschätzen zu können und um sich zukünftigen Leistungsanforderungen realistischer zu stellen, Grenzen zu ziehen oder Veränderungen anzustreben.







