Probleme mit dem Essen?
Um betroffenen Menschen nach allen Regeln der Kunst und nach aktuellem medizinischen Standard helfen zu können, steht am Anfang einer Behandlung die Feststellung einer zutreffenden Diagnose durch einen Arzt, bzw. Facharzt.
Hierfür wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die sogenannte "Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitspro- bleme" (ICD-10) erstellt und im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit ins Deutsche übertragen.
Die folgende Beschreibung ist eine allgemeinverständliche, gekürzte Fassung auf Grundlage der ICD-10.
Hier sind zwei der häufigsten Diagnosen im Rahmen einer Essstörung benannt:
Anorexia nervosa oder Magersucht
Die Anorexia ist durch einen absichtlich selbst herbeigeführten oder aufrechterhaltenen Gewichtsverlust charakterisiert.
Am häufigsten ist die Störung bei heranwachsenden Mädchen und jungen Frauen; heranwachsende Jungen und junge Männer, Kinder vor der Pubertät und Frauen bis zur Menopause können ebenfalls betroffen sein.
Die Krankheit ist mit spezifischen Empfindungen verbunden, wobei die Angst vor einem dicken Körper prägend ist. Es liegt meist Unterernährung unterschiedlichen Schweregrades vor, die zu Stoffwechselproblemen und körperlichen Funktionsstörungen führen.
Zu den Symptomen gehören eingeschränkte Nahrungsauswahl, übertriebene körperliche Aktivitäten, selbst erzeugtes Erbrechen und Abführen und der Gebrauch von Appetitzüglern und Diuretika.
Bulimia nervosa oder Ess-Brech-Sucht
Ein krankhaftes Verhalten, das durch wiederholte Anfälle von Heißhunger und eine übertriebene Beschäftigung mit der Kontrolle des Körpergewichts charakterisiert ist.
Dies führt zu einem Wechsel von Essanfällen und Erbrechen und/oder Gebrauch von Abführmitteln. Viele psychische Merkmale dieser Krankheit ähneln denen der Anorexia nervosa, wie z.B. die übertriebene Sorge um Körperform und Gewicht. Wiederholtes Erbrechen kann zu Elektrolytstörungen und körperlichen Komplikationen führen.







