Borderline?
Um betroffenen Menschen nach allen Regeln der Kunst und nach aktuellem medizinischen Standard helfen zu können, steht am Anfang einer Behandlung die Feststellung einer zutreffenden Diagnose durch einen Arzt, bzw. Facharzt.
Hierfür wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die sogenannte "Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitspro- bleme" (ICD-10) erstellt und im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit ins Deutsche übertragen.
Die folgende Beschreibung ist eine allgemeinverständliche, gekürzte Fassung auf Grundlage der ICD-10.
Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
Borderline
Es handelt sich hierbei um eine mehr oder weniger schwere Störung der Persönlichkeit und des Verhaltens einer Person, die nicht direkt auf hirnorganische oder andere psychiatrische Erkrankungen zurückzuführen ist.
Diese Erkrankung geht beinahe immer mit persönlichen und sozialen Beeinträchtigungen einher und verursacht oftmals großen Leidensdruck. Ein häufiges Symptom ist von daher das sog. "Ritzen", ein selbstverletztendes Verhalten durch Schneiden in die eigene Haut.
Persönlichkeitsstörungen treten meist in der Kindheit oder Jugend auf und bestehen während des Erwachsenenalters weiter.
Emotional instabile Persönlichkeit
Häufig wird eine Persönlichkeitsstörung als emotional instabil beschrieben. Gefühle können schwer kontrolliert werden und Impulse werden ohne Gedanken an die Folgen ausgelebt. Ein Gefühl der inneren Leere erschwert zusätzlich die Bewältigung des alltäglichen Lebens.
Konflikte und Probleme im beruflichen und privaten Leben sind vorprogrammiert.







